Im Quartier bleiben – eine Herausforderung für Jung und Alt

24.09.2021

Günter Krings zu Gast bei Robert Baues in Bettrath-Hoven-Lockhütte

Die Einladung des Ratsherrn Robert Baues nahm Dr. Günter Krings sehr gerne an: So konnte der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete auf seiner traditionellen Sommertour Station in Bettrath-Hoven-Lockhütte machen. Bei einem ausführlichen Rundgang verschaffte Robert Baues seinem Gast nicht nur einen Überblick über Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten des Ortsteils. Krings hatte bei den verschiedenen Programmpunkten zugleich die Gelegenheit, mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Ein Schwerpunkt war die Situation inhabergeführter Fachgeschäfte. Den Auftakt bildete die Gärtnerei Karsten Erkes an der Lockhütter Straße. Auf mehr als 4.500 m2 wird den Kunden eine große Auswahl an Beet- und Balkonpflanzen präsentiert. Abgerundet wird das Angebot durch ein reichhaltiges Sortiment von Zimmerpflanzen. Mit der Gestaltung des Hovener Ei trägt Karsten Erkes maßgeblich zum positiven Erscheinungsbild des Ortsteils bei. Ebenfalls im Herzen von Bettrath befindet sich das Schreibwarenfachgeschäft Bröckers, welches neben dem Kerngeschäft auch Schreibwaren und Geschenkartikel anbietet. Darüber hinaus haben sich Elisabeth und Thomas Poos als Spezialisten für Schulbedarf etabliert. In Bettrath und inzwischen auch in der Filiale schulranzen.com an der Lürriper Straße bieten sie eine umfangreiche Auswahl an Schulranzen, Rucksäcken, Koffern und Lederwaren. In diesem Segment ist Schreibwaren Bröckers in ganz Mönchengladbach führend.

Bettrath ist ein Ortsteil mit Tradition und Zukunft. Und wie die Zukunft konkret aussehen könnte, bekam Günter Krings auf dem Bettrather Dorfanger an der Hackestraße vom Architekten Michael Fischelmanns präsentiert. Auf dem Dorfanger soll eine Begegnungsfläche für Jung und Alt entstehen. Auch an die Möglichkeit der sportlichen Betätigung wird dabei gedacht: Basketball, Beach-Volleyball, Boule und eine Lauf- bzw. Walkingstrecke von 350 Metern Länge sind in den Planungen vorgesehen. Natürlich bleibt genug Raum für das Festzelt der Bruderschaften, das Brauchtum behält seinen traditionellen Platz. In besonderer Weise sticht jedoch das Amphitheater heraus, welches den Schulen und Vereinen in Bettrath zur Verfügung stehen soll. Für Robert Baues ist der Dorfanger das zentrale Entwicklungsprojekt seines Ortsteils: „Wir haben für die Planungen bereits einen stattlichen Betrag zur Verfügung stellen können. Ich bin dankbar für die Anregungen und guten Ideen aus der Bürgerschaft. Und rund um das Projekt hat sich der Verein ‚Mein Bettrath – sei ein Teil davon‘ gebildet, der das Vorhaben begleiten wird.“ Die ambitionierte Gestaltung, betont Baues, bedeute natürlich eine nicht zu unterschätzende Herausforderung: „Unser neuer Dorfanger ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Trotzdem ist es mein Ziel, die Bauphase auf einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren begrenzen zu können.“

Ein Spiegelbild der Anziehungskraft des Ortsteils ist die große Nachfrage nach Wohnraum in Bettrath. So stand zunächst eine Besichtigung des parallel zur Hansastraße gelegenen neuen Baugebietes auf dem Programm. Im Mittelpunkt stand jedoch der Neubau von 30 Einheiten in unmittelbarer Nachbarschaft der Herz Jesu Kirche durch die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft von 1897 eG. GeWoGe-Geschäftsführer Thomas Körfges erläuterte vor Ort die Strategie des Unternehmens und warb für das Modell der Genossenschaft. Körfges brachte seine Freude zum Ausdruck, einen Akzent in Bettrath zu setzen, und zeigte sich offen für weitere Projekte. Architekt Stephan Brings erläuterte die Planungen für die drei Zehnparteienhäuser samt Tiefgarage, welche 2 – 3 Zimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von 54 m2 bis 78 m2 zur Vermietung vorsehen. Die Wohnungen sind nicht nur barrierearm und somit für das Wohnen im Alter geeignet, sondern entsprechen auch in energetischer Hinsicht den neuesten Erkenntnissen des Klimaschutzes.

Als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat zeigte Günter Krings großes Interesse an den Neubaugebieten in Bettrath: „Der Bedarf auf dem Wohnungsmarkt ist unübersehbar. Wir müssen bauen, bauen, bauen. Dabei sollten wir auf die Soziale Marktwirtschaft vertrauen. Das ist der Markenkern der CDU, während andere Parteien Enteignungen fordern oder zumindest nicht ausschließen wollen.“ In Bettrath zeige sich, so Krings, was möglich ist. Doch für den Abgeordneten ist ein weiteres Kriterium entscheidend: „Es geht nicht allein um Zahlen und Statistiken. Es geht auch um die Chance, im angestammten Umfeld bleiben zu können. Für das Wohnen im Alter diskutieren wir diesen Aspekt bereits seit geraumer Zeit. Das Projekt der GeWoGe an der Bettrather Kirche ist ein Beweis, wie weit wir schon sind. Es muss aber auch für junge Familien eine realistische Möglichkeit geben, ihr Eigenheim zu realisieren. Mit dem Baukindergeld haben wir in Berlin eine Unterstützung auf den Weg gebracht. Aber wir brauchen auch entsprechende Angebote vor Ort. Da sehe ich Nachholbedarf. Es muss möglich sein, im Quartier zu bleiben – auch und gerade in Bettrath.“