Günter Krings besucht das RZH-Rechenzentrum Hartmann.
Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Günter Krings (CDU) das RZH-Rechenzentrum Hartmann GmbH & Co. KG in Mönchengladbach. Der Termin wurde durch den Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Jürgen Steinmetz, vermittelt und begleitet. Empfangen wurden Krings und Steinmetz von der geschäftsführenden Gesellschafterin Caroline Hartmann-Serve, ihrer Tochter Ann-Kathrin Serve sowie Thorsten Peltzer.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch über die aktuellen Herausforderungen und Chancen für mittelständische Unternehmen in der digitalen Arbeitswelt. Das RZH beschäftigt rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat sich deutschlandweit auf Dienstleistungen im Bereich Human Resources spezialisiert. Zu den Kernaufgaben gehören die Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie die Zeitwirtschaft für mittelständische und große Unternehmen mit etwa 50 bis 5.000 Beschäftigten.
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1965 zurück. Unternehmensgründer Claus Hartmann erkannte früh das Potenzial der elektronischen Datenverarbeitung, insbesondere für die Lohn- und Gehaltsabrechnung. Sein Ziel war es, Unternehmen dabei zu unterstützen, wirtschaftlicher und effizienter arbeiten zu können. Seit 1990 führt Caroline Hartmann-Serve das Familienunternehmen. In einer Zeit, in der Frauen sowohl in der IT-Branche als auch in Führungspositionen noch deutlich unterrepräsentiert waren, übernahm sie Verantwortung und entwickelte das Unternehmen konsequent weiter. Auch heute noch liegt der Fokus des Unternehmens darauf, gemeinsam mit seinen Kundinnen und Kunden individuelle Lösungen zu erarbeiten und diese mit persönlicher Beratung und Betreuung nachhaltig zu begleiten.
Im Gespräch erläuterte Caroline Hartmann-Serve auch das moderne Arbeitskonzept des Unternehmens. Das Unternehmen zog 2017 in den neu errichteten Firmensitz – dem ersten Holzbau dieser Art in Mönchengladbach. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt setzt das Rechenzentrum seit 2025 auf eine reguläre 4-Tage-Woche mit drei Präsenztagen und einem Homeoffice-Tag. Zudem bildet das RZH sowohl Kaufleute für Büromanagement als auch Fachkräfte im IT-Bereich aus.
Caroline Hartmann-Serve betonte: „Wir sind für eine Flexibilisierung der täglichen Arbeitszeit. Die starre Arbeitszeitregelung mit festen Pausen ist nicht mehr zeitgemäß.“
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt. Jürgen Steinmetz hob hervor: „Die Chancen und Potenziale von KI sind vorhanden. Es wird zu einer Verschiebung von Tätigkeiten kommen, sodass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt wertschöpfende Aufgaben übernehmen können. Gleichzeitig ist der Datenschutz ein zentrales Thema. Nutzen und Risiken müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.“
Darüber hinaus wurde über die aktuelle wirtschaftliche Lage gesprochen. Die Unternehmensleitung schilderte, dass viele Kunden angesichts der anhaltenden Unsicherheiten Investitions- und Veränderungsentscheidungen derzeit nur zurückhaltend treffen.
Für eine besondere persönliche Überraschung sorgte schließlich Thorsten Peltzer. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Krings ihm bereits in den Jahren 2005/2006 als Pate im Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages den einjährigen Schüleraustausch in die USA ermöglicht hatte.
Krings zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens: „Das RZH verbindet seit Jahrzehnten Innovationskraft mit persönlicher Kundenorientierung. Gerade mittelständische Familienunternehmen wie dieses sind ein wichtiger Motor für Beschäftigung, Ausbildung und Digitalisierung in unserer Region. Der offene Austausch über moderne Arbeitsmodelle, Künstliche Intelligenz und die wirtschaftlichen Herausforderungen war äußerst wertvoll.“
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