Wie ein Austauschjahr im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms des Deutschen Bundestages erlebt wird, schildert meine Stipendiatin Johanna Bertrams in ihrem aktuellen Bericht. Im Mittelpunkt stehen dabei ihre persönlichen Eindrücke aus dem Alltag im Gastland sowie die Erfahrungen im politischen und gesellschaftlichen Umfeld vor Ort. Der Bericht vermittelt einen lebendigen Einblick in die Bedeutung internationaler Begegnungen und den Wert des transatlantischen Austauschs.
Ein eindrucksvoller Blick auf den Alltag, das politische Umfeld und die Bedeutung internationaler Verständigung.
"Mein Auslandsjahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, und je näher der Abschied rückt, desto mehr denke ich über all die besonderen Erlebnisse nach, die ich in dieser Zeit sammeln durfte. Um all diese Erinnerungen festzuhalten, habe ich angefangen, ein Memory-Buch zu basteln. Dort sammle ich Fotos, Tickets, kleine Notizen und Gedanken zu besonderen Momenten. Es ist ein unfassbar schönes Gefühl, nochmal die letzten acht Monate in Revue passieren zu lassen und zu realisieren, wie gut ich es hier angetroffen habe!
Eines meiner Highlights, die ich in der letzten Zeit erlebt habe, war der Besuch des Kapitols in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Es war beeindruckend, dieses wichtige politische Gebäude aus nächster Nähe zu sehen und mehr über die Geschichte und Politik Kaliforniens zu erfahren. Besonders spannend fand ich die Architektur und die Atmosphäre vor Ort. Ich konnte richtig spüren, dass dort wichtige Entscheidungen getroffen werden und mit Hilfe einer Tour konnte ich mich in diesen Räumlichkeiten erkundigen.
Auch kulturell habe ich einige Unterschiede erlebt. Zum Beispiel wurde Ostern in meiner Gastfamilie ganz anders zelebriert, als ich es von zu Hause gewohnt bin: Meine Gastfamilie und ich haben nämlich gar nicht gefeiert. Anfangs war das ungewohnt für mich, da Ostern für mich immer mit Traditionen, Familienzeit und kleinen Ritualen verbunden war. Doch stattdessen hatte ich die Möglichkeit, etwas anderes, aber trotzdem ganz Besonderes zu erleben: einen Ausflug zum Lake Tahoe. Die Natur dort war einfach atemberaubend, mit dem klaren Wasser und den Bergen rundherum. Dieser Tag war auf seine eigene Weise genauso besonders wie ein klassisches Osterfest.
Die Zeit hier ist wie im Flug vergangen, und ich kann nicht fassen, dass ich, wie meine Eltern mir heute mitgeteilt haben, in rund neun Wochen wieder am Frühstückstisch mit ihnen sitzen werde! Einerseits freue ich mich darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen, andererseits fällt es mir schwer, diesen Abschnitt meines Lebens hinter mir zu lassen. Trotzdem probiere ich weiterhin, die letzten zwei Monate hier zu genießen, bevor es wieder zurück nach Hause geht!"


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