Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Günter Krings (CDU) hat den Kinderverkehrsgarten in Hardt besucht und sich gemeinsam mit Anke Schmitz und Melanie Kloeters, den beiden Leiterinnen des Kinderverkehrsgartens, Hans Boeker, Abteilungsleiter Tageseinrichtungen für Kinder, Sebastian Dreyer, Beigeordneter für Soziales, Jugend und Gesundheit, sowie Kaspar Fuchs vom CDU-Ortsverband Hardt und Mitglied der Bezirksvertretung Nord über die erfolgreiche Arbeit der Einrichtung ausgetauscht.
Der Kinderverkehrsgarten in Hardt ist Deutschlands erste Anlage, die speziell für Kinder im Kita-Alter konzipiert wurde. Das kostenlose Angebot der Stadt Mönchengladbach richtet sich ausschließlich an Kindertageseinrichtungen und deren pädagogische Fachkräfte. Kita-Gruppen können hier gemeinsame Lern- und Praxisangebote zur Verkehrserziehung buchen. Das Konzept wird trägerübergreifend genutzt und findet auch über die Region hinaus große Beachtung.
Für Krings war der Besuch zugleich ein Wiedersehen mit einem Projekt, das er von Beginn an begleitet und ermöglicht hat. Bereits in der Entstehungsphase unterstützte er nicht nur die Idee eines speziell auf Kita-Kinder ausgerichteten Verkehrsgartens, sondern hat im Bundesverkehrsministerium auch erfolgreich für die Bereitstellung der Gelder für dieses innovativen Konzepts gesorgt.
„Es freut mich sehr zu sehen, wie sich die Idee, die wir von Anfang an unterstützt haben, zu einem bundesweit beachteten Erfolgsmodell entwickelt hat. Der Kinderverkehrsgarten zeigt eindrucksvoll, wie Kinder schon früh mit Freude und ohne Angst an die Regeln des Straßenverkehrs herangeführt werden können. Diese Investition in die Verkehrssicherheit unserer Kleinsten zahlt sich langfristig aus“, betonte Krings.
Auf dem Gelände an der Nikolausstraße 24 wird eine realitätsnahe Verkehrsumgebung kindgerecht nachgebildet. Ampelanlage, Zebrastreifen, Kreisverkehr sowie verschiedene Straßenbeläge ermöglichen es Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, den sicheren Umgang im Straßenverkehr spielerisch zu erlernen. Je nach Alter und Entwicklungsstand nutzen die Kinder dafür eigene Fahrzeuge wie Laufräder, Fahrräder, Roller, Dreiräder oder Bobbycars.
An den heißen Tagen wurde spontan eine kleine Besprühungsanlage angebracht, die für eine angenehme Abkühlung sorgt. Gleichzeitig eröffnet sie einen zusätzlichen pädagogischen Nutzen: Die Kinder können unter realistischen Bedingungen das sichere Fahren auf nasser Fahrbahn üben und lernen so frühzeitig, ihr Fahrverhalten an unterschiedliche Witterungsverhältnisse anzupassen.
Für die Zukunft besteht außerdem der Wunsch, den Kinderverkehrsgarten mit mehr Beschattung auszustatten, um insbesondere an sehr sonnigen Tagen mehr Schatten für Kinder und Begleitpersonen zu schaffen.
Anke Schmitz erläuterte das pädagogische Konzept der Einrichtung. Kitas buchen in der Regel vier Termine, die von Dienstag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr stattfinden. Jeder Besuch dauert etwa vier bis fünf Stunden und verbindet theoretische Inhalte mit praktischen Übungen. Dabei stehen die individuellen Fähigkeiten der Kinder im Mittelpunkt. Besondere Herausforderungen ergeben sich häufig durch sprachliche Barrieren oder motorische Einschränkungen, auf die das pädagogische Team mit viel Erfahrung und Geduld eingeht. "Der Kinderverkehrsgarten ist für Hardt ein echtes Aushängeschild. Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement hier gearbeitet wird und wie es möglich ist, Kinder spielerisch an sicheres Verhalten im Straßenverkehr heranzuführen. Als Mitglied der Bezirksvertretung Nord freut es mich besonders, dass so ein einzigartiges Projekt in unserem Stadtbezirk umgesetzt werden konnte. Es bereichert unsere Stadt und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherheit unserer Kinder," so Kaspar Fuchs.
Dank der Aufmerksamkeit, die der Kinderverkehrsgarten durch die Auszeichnung mit dem Vision Zero Award erhalten hat, stellt die Unfallkasse NRW Helme zur Verfügung. Dadurch kann jedes Kind am Angebot teilnehmen – auch dann, wenn kein eigener Helm vorhanden ist. Die Helme werden zudem regelmäßig, alle fünf Jahre, ausgetauscht und entsprechen damit stets den aktuellen Sicherheitsstandards.
Die hohe Qualität der Arbeit wurde inzwischen auch bundesweit anerkannt. Der Kinderverkehrsgarten wurde mit dem DVR Vision Zero Award ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) Projekte, die mit innovativen, praxisnahen und übertragbaren Maßnahmen dazu beitragen, das Unfallrisiko im Straßenverkehr zu senken.
„Diese Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung für alle, die sich mit großem Engagement für dieses Projekt einsetzen. Der Kinderverkehrsgarten leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zeigt, wie Prävention schon im frühen Kindesalter erfolgreich gelingen kann“, so Krings.
Im Gespräch wurde zudem deutlich, dass die erfolgreiche Arbeit des Kinderverkehrsgartens inzwischen auch strukturell gestärkt werden konnte. Die bislang befristeten Stellen der beiden Mitarbeiterinnen wurden in feste Stellen umgewandelt und sind damit langfristig gesichert. Gleichzeitig blickt die Stadt mit Sorge auf die Auswirkungen des geplanten Haushalts und hofft, das erfolgreiche Angebot auch künftig in vollem Umfang aufrechterhalten zu können.
Sebastian Dreyer erklärte hierzu: „Um den Kinderverkehrsgarten langfristig zu sichern, wäre eine zusätzliche Finanzierung über Stiftungen oder durch ein geplantes Angebot einer Ferienfreizeit denkbar.“
Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass die frühe Verkehrserziehung ein wichtiger Baustein für die selbstständige und sichere Mobilität von Kindern ist. Gleichzeitig unterstützt der Kinderverkehrsgarten Familien und Kindertageseinrichtungen gleichermaßen und besitzt inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus Modellcharakter.
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass der Kinderverkehrsgarten ein Leuchtturmprojekt für gelungene Präventionsarbeit ist. Durch das engagierte Zusammenspiel von Stadt, Fachkräften und pädagogischem Konzept werden Kinder altersgerecht auf die sichere Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet. Mit innovativen Ideen, engagierten Mitarbeitenden und einer stetigen Weiterentwicklung bleibt der Kinderverkehrsgarten ein Vorbild für moderne Verkehrserziehung weit über Mönchengladbach hinaus.
Hintergrund zur Sommertour von Günter Krings
Bereits zum 22. Mal nutzt der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings die sitzungsfreie Sommerzeit, um im Rahmen seiner Sommertour direkt vor Ort in seinem Wahlkreis mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.
Unter dem Motto #Sommertour2026 – Krings vor Ort besucht er in diesen Wochen zahlreiche Unternehmen, Vereine, soziale Einrichtungen und Projekte in den verschiedenen Stadtteilen von Mönchengladbach. Dabei geht es ihm nicht nur darum, einen Einblick in die aktuelle Situation vor Ort zu gewinnen, sondern vor allem um den persönlichen Austausch: Wo läuft es gut? Wo liegen Herausforderungen? Und an welchen Stellen kann Politik konkret unterstützen?
Die Sommertour ist seit über zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil seiner Arbeit als Bundestagsabgeordneter – mit dem Ziel, die Verbindung zwischen Bundespolitik und den Anliegen der Menschen vor Ort zu stärken und die Erfahrungen aus dem Wahlkreis direkt in seine politische Arbeit in Berlin einfließen zu lassen.
Foto: v.l.n.r.: Kaspar Fuchs, Hans Boeker, Sebastian Dreyer, Melanie Kloeters, Anke Schmitz und Günter Krings
Empfehlen Sie uns!