Endlich kann die Vertriebenenstiftung starten
Dr. Günter Krings begrüßt die Einigung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der FDP-Fraktion mit dem Bund des Vertriebenen über die Ausgestaltung und Besetzung der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung":
"Ich freue mich, dass damit für dieses wichtige Projekt für einen ehrlichen Umgang mit der deutschen und europäischen Geschichte nunmehr alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind. CDU/CSU, FDP, Kulturstaatsminister Neumann und dem Bund der Vertriebenen ist ein kluger Ausweg aus einer schwierigen Situation gelungen. Denn der Bundestag ist das richtige Gremium zur Bestätigung der Beiratsmitglieder. Die zusätzlichen Stiftungsratsplätze für den Vertriebenenverband bestätigen seine zentrale Rolle bei dem Stiftungsprojekt. Dabei ist eines deutlich geworden: Eine von Außen verordnete Versöhnung unter Ausschluss der Betroffenen - so wie sie sich die SPD offenbar vorstellte - muss scheitern. Allen voran ist aber der Vorsitzenden des BdV Erika Steinbach zu danken, die den gefunden Kompromiss überhaupt erst ermöglicht hat. Ohne sie hätte es die Einigung nicht gegeben. Und was oft verkannt wird: Ohne sie hätte es diese Stiftung nicht gegeben, die das Thema Vertreibung aufarbeiten wird, ohne jede Relativierung deutscher Verbrechen, aber auch jede Beschönigung dieser Erfahrung.