Für Menschenrechte und Religionsfreiheit weltweit eintreten
Am letzten Donnerstag hat der Bundestag den Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Menschenrechte weltweit schützen“ verabschiedet. Der Koalitionsantrag beschreibt vor dem Hintergrund des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember die weltweit noch immer defizitäre Situation der Achtung grundlegender Menschenrechte.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Günter Krings erklärte dazu: „Menschenrechts- und Entwicklungspolitik gehören zusammen und müssen eng aufeinander abgestimmt werden. Unser Engagement für die Menschenrechte basiert auf dem christlichen Menschenbild und ist Ausdruck unserer wertegebundenen Politik.“
Gerade Christen werden in der gegenwärtigen Zeit aufgrund ihres Glaubensbekenntnisses so stark verfolgt wie nie zuvor. Etwa 80 Prozent aller weltweit wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen sind mittlerweile Christen. Alle drei Minuten wird ein Christ wegen seines Glaubens hingerichtet. Besonders schwer haben es Christen in Staaten wie Irak, Ägypten, Nordkorea, China und Kenia.
Vor allem die Zukunft des Christentums im Irak ist massiv bedroht. Von den ehemals weit über eine Million Christen haben sich in den letzten sieben Jahren mehr als 750 000 gezwungen gesehen, das Land zu verlassen. Sie werden bedroht von sunnitischen wie schiitischen Extremisten und sind als ungeschützte Minderheit auch ein leichtes Ziel für kriminelle Banden. Der Staat ist dabei derzeit nicht in der Lage, die Christen zu schützen.
„Es ist unser Anliegen, bei der Ausgestaltung und Stärkung von effektiven Instrumentarien zum Schutze der Menschenrechte aber auch der freien Religionsausübung ein starker Partner zu bleiben, damit auch kommende Generationen von Christen in den Ländern der Ur-Kirche und überall auf der Welt ein friedliches Weihnachtsfest begehen können“, so Krings.