Lückenlose Aufklärung im Fußball-Wettskandal

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, sprach sich für eine lückenlose Aufklärung aus: „Wenn sich der Verdacht bewahrheitet, dann ist das ein unglaublicher Skandal. Das wäre ein Verbrechen nicht nur gegen die Fans, sondern vor allem gegen die Grundsätze des fairen Sports.“ Krings ist als Fraktions-Vize für die Bereiche Recht, Innen und Sport zuständig.

In erster Linie sei nun die Staatsanwaltschaft Bochum gefordert, zu klären, ob die Vorwürfe stimmen und hier wirklich eine strafbare Handlung vorlag. Selbstverständlich müsse den Ermittlern alle Unterstützung zukommen. Er begrüßt daher die Zusicherung des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, bei der Klärung
 des Sachverhalts helfen zu wollen.
 
Einen weitergehenden Handlungsbedarf des Gesetzgebers sieht Krings nicht: „Die Urteile im Fußball-Wettskandal von 2005 haben doch gezeigt, dass die Strafgerichte in solchen Fällen das richtige Augenmaß für die Höhe der Strafe haben und die gesetzliche Grundlage zur Verurteilung der Täter ausreicht.“
 
2005 wurden die Drahtzieher dieses Wettskandals alle wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges zu mehr als einem Jahr Haft verurteilt. Der Schiedsrichter Robert Hoyzer, durch dessen Geständnis die Machenschaften bekannt wurden, wurde in zweiter Instanz vom Bundesgerichtshof wegen Beihilfe zum Betrug
sogar zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.