Krings setzt sich für Warnschuss-Arrest ein

In der Aussprache des Bundestages zur Regierungserklärung der Bundesregierung sprach sich der Mönchengladbacher Rechtspolitiker für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion für einen starken Staat aus. Freiheit und Sicherheit seien zwei Seiten der gleichen Medaille.

„Denn Freiheit ohne Sicherheit ist wertlos, verkäme sie doch zur Freiheit des Starken. Wollten wir aber Sicherheit ohne Freiheit, hätten wir aus zwei Diktaturen in Deutschland nichts gelernt".

Vor dem Hintergrund der eskalierenden Gewalt in deutschen Nahverkehrszügen durch Jugendliche und junge Erwachsene kündigte er als zusätzliches Instrument des Jugendstrafrechts die Einführung des so genannten Warnschussarrests an. Dies bedeutet die Teilverbüßung einer im Übrigen zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe. Nur durch einen wirksamen „Schuss vor den Bug" könne man kriminelle Karrieren noch rechtzeitig stoppen.

Im übrigen werde die Union auch die Höchststrafe für Mord im Jugendstrafrecht von 10 auf 15 Jahre heraufsetzen. „Es ist nicht nur für Laien, sondern auch für
Juristen schwer verständlich, wenn in manchen Fällen der 22jährige Nebentäter eine doppelt so hohe Gefängnisstrafe kassiert als der 20jährige Haupttäter".