Eiserner Rhein ist unwirtschaftlich

Die jüngste Studie zum Eisernen Rhein hat der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings zum Anlass für ein Gespräch im niederländischen Maastricht genommen. Er traf sich dort mit dem Vizegouverneur der Provinz Limburg Jos Hessels. Beide Politiker sind sich einig: Der Eiserne Rhein ist unwirtschaftlich.
 
Zu dieser Aussage kommt auch die Studie, die von den Verkehrsministerien in Belgien und den Niederlanden in Auftrag gegeben worden ist. Die Kosten aller untersuchten Trassen und Varianten seien demnach höher als der damit verbundene Nutzen für die Allgemeinheit. Günter Krings fühlt sich durch das Ergebnis der Studie bestärkt: „Ich habe schon vor einigen Jahren betont, dass ich mir keine wirtschaftliche Trassenvariante vorstellen kann, die auch Mönchengladbach betreffen würde“, so Krings. Zu hoch seien die Kosten für den Umwelt- und Anwohnerschutz: „Doch genau diese Punkte sind für uns auch nicht verhandelbar. Der Lärmschutz entlang der Strecke ist ein absolutes Muss“, so Krings.
 
In der Studie wird eine Trassenvariante entlang der A2 vorgeschlagen. „Ich würde es begrüßen, wenn die Planer nun in Ruhe nach neuen Varianten suchen würden“, so Krings. Dabei gehe es nicht darum, den Eisernen Rhein nach dem St. Florians-Prinzip in andere Städte zu verlagern: „Mittlerweile dürfte aber jeder eingesehen haben, dass eine Güterzugverbindung mit dieser geplanten Auslastung entlang von Wohngebieten und Umweltschutzgebieten – so wie es bei den Trassen durch Mönchengladbach sein würde – einfach nicht wirtschaftlich ist“, so Krings.