EU soll Bäckern nicht ins Handwerk pfuschen

„Die EU Kommission schießt über das Ziel hinaus und pfuscht den Bäckern ins Handwerk.“ So kommentiert der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings Pläne der EU-Kommission, künftig den Salzgehalt in Broten vorzuschreiben. Krings hat sich deshalb jetzt mit der Obermeisterin der Mönchengladbacher Bäcker-Innung Geertje Riethmacher getroffen.

„Diese Regelungswut der EU-Kommission ist abenteuerlich“, so Krings. Gerade das deutsche Bäckerhandwerk sei mit seiner Vielfältigkeit und Qualität seiner Backwaren weltweit einzigartig. Es gebe absolut keinen Grund, dass die traditionellen Rezepturen, welche die Kunden sehr schätzten, jetzt durch die Vorgaben der
EU-Kommission zunichte gemacht würden. Dies sieht auch die Obermeisterin der Bäckerinnung Geertje Riethmacher so: „Die Kunden müssen doch selbst entscheiden dürfen, welches Brot ihnen schmeckt.“ Auf spezielle gesundheitliche Kundenwünsche zudem könne jeder Bäckerbetrieb auf Nachfrage ohne weiteres eingehen.
 
Die Pläne der EU-Kommission seien unausgegoren, so Krings: „Sie entbehren jeglicher Grundlage – Vollkornbrot soll demnach plötzlich nicht mehr gesund sein, weil es zuviel Salz enthält und entsprechend mit negativen Symbolen gekennzeichnet werden. Eine wissenschaftliche Basis ist nicht erkennbar.“
 
Krings hat bereits Kontakt zum Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz aufgenommen.
„Wir sind uns einig, dass dieser Vorschlag zurückgezogen werden muss. Wir beide haben an den Präsidenten der EU-Kommission José Manuel Barroso geschrieben, mit der Aufforderung, diesen bürokratischen Unsinn zu stoppen“, so Krings.