Hilfe in Konfliktsituationen verbessern
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings kritisiert die Blockadehaltung der SPD beim Thema Spätabtreibungen: „Obwohl hier dringender Handlungsbedarf besteht, lehnt die SPD eine Gesetzesänderung ab“, ärgert sich Krings.
Die CDU setzt sich für eine bessere Beratung für Frauen in Konfliktsituationen ein. Sie hat einen Gruppenantrag vorgelegt, zu deren Erstunterzeichnern Dr. Günter Krings gehört. „Wir wollen verhindern, dass Kinder im Mutterleib auch nach der 22. Schwangerschaftswoche ohne Beratung und weitergehende Betreuung einfach abgetrieben werden können“, so Krings.
Dies sei ein Zeitpunkt zu dem Kinder schon außerhalb des Mutterleibes lebensfähig sein können. Bisher ist eine Abtreibung aus medizinischen Gründen aber bis zur Geburt möglich. In den vergangenen Jahren gab es über 200 Spätabtreibungen in Deutschland, in der Regel wegen einer möglichen Behinderung. Experten schätzen die Dunkelziffer allerdings deutlich höher ein.
“Wenn Eltern den Befund erhalten, dass ihr Kind behindert sein wird, benötigen sie Zeit und Unterstützung“, so Krings. Daher ist er für eine Dreitagesfrist zwischen Diagnose und Eingriff, sowie eine Beratungspflicht für Ärzte.
Krings hatte in den vergangenen Monaten viele Gespräche zu dem Thema mit Vertretern von Mönchengladbacher Kirchen und Beratungseinrichtungen geführt. „Auch eine Schülergruppe hatte mich zu einer Diskussion zu dem Thema gebeten. Die Schüler waren entsetzt, wie wenig Unterstützung es für Mütter in Konfliktsituationen gibt – es ist äußerst bedauerlich und bedenklich, dass sich die SPD dennoch gegen eine Verbesserung sperrt“, so Krings.