Einheitsfeier mit Bernhard Vogel
„Die diesjährige Einheitsfeier war ein eindrucksvoller Beweis politischer Kultur, wie sie von kaum jemandem besser verkörpert wird als von Dr. Bernhard Vogel“, resümierte der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU) als Mitveranstalter der diesjährigen Einheitsfeier in Schloss Rheydt. Gemeinschaftlich mit der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) und der Jungen Union hatte Krings am 3. Oktober den ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und von Thüringen zu Gast in Mönchengladbach.
Zur Begrüßung hob der Kreisvorsitzende der OMV Mönchengladbach, Michael Weigand, die Bedeutung der CDU für die Deutsche Einheit in Freiheit hervor. Als andere Parteien im Bundestag sich schon längst mit Teilung und Unfreiheit eines großen Teiles der Deutschen abgefunden hatten, hätte die CDU immer noch am Auftrag des Grundgesetzes festgehalten. Er würdigte in diesem Kontext den Wegbereiter der Einheit, Dr. Helmut Kohl, und hob die Rolle Dr. Bernhard Vogels als dessen Wegbegleiter hervor.
Der mit einladende Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings führte in Vogels Vortrag ein und strich heraus: „Professor Bernhard Vogel verkörpert mit seinen Amtszeiten als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen wie kein anderer Politiker das Zusammenwachsen Deutschlands seit 1990. Er steht als Vertreter christlicher Werte für das Zusammenführen der Menschen in Ost und West. Und damit hebt er sich wohltuend ab von Kräften, die unser Land spalten wollen, sei es in Himmelsrichtungen oder in Gesellschaftsklassen.“
Vor über 150 Gästen im überfüllten Rittersaal des Schloss Rheydt hob Vogel in seiner beeindruckenden Festansprache das Erreichte seit der Wiedervereinigung hervor. „Es gab zwar nicht sofort überall blühende Landschaften in den neuen Bundesländern, aber wenn ich heute durch Dresden und Erfurt, durch Chemnitz und Bitterfeld fahre, sehe ich, wie sich die Landschaften der ehemaligen DDR deutlich zum Besseren verändert haben.“ Die Lebenserwartung sei um durchschnittlich fünf Jahre gestiegen und die Lebensverhältnisse hätten sich weitestgehend angeglichen. Vogel lobte die friedliche Revolution und ermahnte dazu, die Wiedervereinigung als den Glücksfall der deutschen Nachkriegsgeschichte zu bewerten. Er schloss seinen Vortrag mit dem Appell ab, auch in Mönchengladbach vermehrt auf die Jugend zu setzen und deren Visionen genauso zu respektieren wie man die eigenen Visionen zu leben versuchte.
Der kommissarischeVorsitzende der Jungen Union, Daniel Bauer, beendete die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die großartige Leistungen Deutschlands. Man könne stolz darauf sein, wie sich die Deutschen selbst zu Frieden und Freiheit in einem wiedervereinigten Vaterland entwickelt haben. Freiheit ist ein Wert, der immer wieder neu definiert werden müsse. Deutschland habe durch die Wiedervereinigung einen großen Beitrag dazu geleistet, dem Begriff Freiheit mehr Gewicht in dieser Welt zu verschaffen. Bauer dankte Professor Vogel für seinen eindrucksvollenVortrag und seinen Appell für eine mutige Jugend.