Rückblick auf die Bundestagswahl
Das Superwahljahr 2009 hat mit der Bundestagswahl am vergangenen Wochenende seinen Abschluss gefunden. Innerhalb von wenigen Wochen wurden die Mönchengladbacher dreimal an die Urne gerufen. Nun gibt es erst einmal eine Verschnaufpause.
Deutschland hat nach mehr als einem Jahrzehnt wieder eine bürgerliche christlich-liberale Mehrheit. Natürlich fällt die Bewertung einer solchen Mehrheit je nach Parteizugehörigkeit unterschiedlich aus. Und die Große Koalition kann mit Sicherheit auch auf eine ordentliche Bilanz zurückblicken, gerade in der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sie ihre integrierende Kraft bewiesen. Doch unsere Demokratie lebt davon, dass die Menschen klare Alternativen erkennen können. Daher sollte eine Regierung aus CDU/CSU und SPD eine Notlösung bleiben. Nun bietet das Wahlergebnis die Möglichkeit wieder ein klares politisches Konzept ohne zu viele Kompromisse durchzusetzen.
Mein ausdrücklicher Dank gilt allen, die am 27. September zur Wahl gegangen sind. Mit Ihrer Beteiligung haben Sie der Demokratie in unseren Land einen Dienst erweisen, ganz gleich welchen Kandidaten und welche Partei Sie unterstützt haben. Natürlich freue ich mich sehr über das Vertrauen, welches ich erfahren durfte. Als Repräsentant unserer Stadt im Deutschen Bundestag bleibt es mein Ziel, die Interessen der Mönchengladbacher Bürger in Berlin zu vertreten.
Ein Wehrmutstropfen bleibt jedoch die niedrige Wahlbeteiligung in Mönchengladbach. Weniger als zwei Drittel der Bürger haben ihr Wahlrecht ausgeübt. Vor diesem Hintergrund unterstütze ich ausdrücklich die Initiative der Kirchen und die Aktion „Aktiv für Mönchengladbach“, die sich diesem Problem annehmen wollen. Trotzdem bin ich skeptisch, ob allgemein gehaltene Aufrufe allein helfen. Entscheidend wird es sein, wie glaubwürdig und authentisch Politiker und Parteien für ihre Überzeugungen eintreten. Diesem Ziel will ich mich auch in den kommenden vier Jahren verschreiben – in Berlin, vor allem aber hier vor Ort in Mönchengladbach.
Es grüßt Sie herzlich!
Ihr Mann in Berlin
Dr. Günter Krings